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Die Frühlings-Tagundnachtgleiche & Ostara

Aktualisiert: 21. März

Text von Tamalynne Grant

20te März 2026



Die Frühlings-Tagundnachtgleiche


Die Frühlings-Tagundnachtgleiche, auch als Frühlingsäquinoktium bekannt, liegt zwischen Imbolc und Beltane. Prähistorische Gemeinschaften im megalithischen Europa bestimmten diesen Zeitpunkt mithilfe von Steinkreisen, indem sie die Bewegung der Sonne beobachteten und so das perfekte Gleichgewicht zwischen Tag und Nacht markierten. Der Begriff „Äquinoktium“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „gleiche Nacht“ (Merriam-Webster, 2025).

Seit über tausend Jahren wird die Frühlings-Tagundnachtgleiche weltweit gefeiert. In der persischen Kultur ist sie als „Nowruz“ bekannt, was „Neuer Tag“ bedeutet (Wigington, 2023). Die Maya ehrten die Rückkehr des Lichts durch Rituale für ihre Schlangengottheit Kukulkan (Wigington, 2023). Auch in der modernen Folklore wird angenommen, dass die germanischen Sachsen die Göttin Eostre verehrten, deren Traditionen später von den Briten als Ostara übernommen und weiterentwickelt wurden.

Die Frühlings-Tagundnachtgleiche steht für Wiedergeburt, Fülle und das langsame Verabschieden der kalten Winternächte. Sie symbolisiert das Gleichgewicht aller Gegensätze: Tag und Nacht, männlich und weiblich, Sonne und Mond. Es ist der Moment, in dem das Licht beginnt zu überwiegen und neue Hoffnung, Lebenskraft und Freude in unser Leben bringt.



Die Ursprünge von Ostara


In der modernen heidnischen Praxis wird die Frühlings-Tagundnachtgleiche oft als Ostara bezeichnet. Ihre Ursprünge werden auf alte germanische Gesellschaften zurückgeführt und finden sich unter anderem in den Schriften der Brüder Grimm.

„Ostara“ stammt aus dem Althochdeutschen und ist mit „Eostre“ verbunden, der germanischen Göttin des Frühlings und der Morgendämmerung. Eostre steht in enger Verbindung zur griechischen Göttin Eos, und beide lassen sich auf eine proto-indoeuropäische Göttin der Morgenröte zurückführen. Die Namen Eos und Eostre bilden zudem die Grundlage für das moderne Wort „Ost“, also die Himmelsrichtung, aus der die Sonne aufgeht (Kaldera, 2014).

Wie bei vielen alten europäischen Traditionen gibt es nur wenige schriftliche Quellen über die Verehrung dieser Göttin. Die einzige bekannte Erwähnung stammt vom Mönch Beda Venerabilis im 8. Jahrhundert, der berichtete, dass angelsächsische Heiden in Northumbria im April Feste zu ihren Ehren feierten. Dieser Monat wurde im alten Kalender „Eosturmonath“ oder „Ostarmanod“ genannt (Ravenswood, 2020).


Bis heute sind sich Wissenschaftler über die genauen Ursprünge uneinig.


Auffällig ist die Verbindung zwischen dem Wort „Easter“ und der Göttin Eostre. Im Laufe der Geschichte übernahm das Christentum häufig bestehende heidnische Feste. Deshalb richtet sich das Osterdatum jedes Jahr nach dem Mondzyklus. Ostern wird am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach der Frühlings-Tagundnachtgleiche gefeiert (Ravenswood, 2020).


Beispiel 2026:

Frühlings-Tagundnachtgleiche: 20. März

Vollmond: 1. April

Ostern: 5. April


Die Frühlingsgöttin stand zudem für Fruchtbarkeit und Wiedergeburt. Dies erklärt, warum moderne Ostertraditionen Symbole der Fruchtbarkeit und Erneuerung enthalten.



Wie du Ostara feiern kannst:


Frühjahrsputz:

Der Begriff sagt es bereits: Frühjahrsputz. Es ist die Zeit, dein Zuhause zu entrümpeln und stagnierende Energie loszulassen. Während du physisch reinigst, schaffst du auch energetisch Raum für Neues. Räume Schränke aus, reinige Stoffe oder widme dich Bereichen, in denen sich die Energie schwer anfühlt.


Verbindung zur Natur:

Die Frühlings-Tagundnachtgleiche ist eine wunderbare Gelegenheit, dich wieder mit der Natur zu verbinden. Beobachte bei einem Spaziergang, wie alles um dich herum zum Leben erwacht. Knospen öffnen sich, die Luft verändert sich, und die Erde beginnt zu pulsieren. Lass dich davon inspirieren und nimm diese Energie bewusst in dich auf.


Feiern und Genießen:

Ostara lädt dazu ein, gemeinsam mit deinen Liebsten die Fülle der Erde zu feiern. Es ist eine Zeit des Lichts, der Wärme und der Lebenskraft. Traditionell werden Speisen wie Eier oder Hot Cross Buns genossen.


Eier bemalen:

Je nach persönlicher Lebensweise kannst du Eier dekorieren, um Fruchtbarkeit und neues Leben zu symbolisieren. Die Farben stehen für die Blüten des Frühlings. Druiden sollen Eier rot bemalt haben, als Symbol für die Sonne. Diese Eier wurden oft verschenkt oder als Glücksbringer verwendet.


Krafttiere:

Du kannst mit der Energie von Hase oder Kaninchen arbeiten. Diese Tiere hatten in germanischen und keltischen Kulturen eine besondere Bedeutung und waren eng mit der Göttin verbunden. Sie stehen für Fruchtbarkeit, Lebenskraft und schöpferische Energie.



Gebet an die Göttin Eostre:


Hier ist ein Gebet, das ich der Göttin Eostre gewidmet habe. Du darfst es gerne für deine Rituale und Zeremonien während der Zeit der Tagundnachtgleiche verwenden.


Göttin der aufgehenden Sonne,

 Ich spüre deine Wärme. 

Deine strahlende Helligkeit, 

Ist unübertroffen.

In deinem Umarmung gehüllt, 

Sicher vor Schaden. 

Ich verkörpere deine göttliche Gnade, 

Und meine unruhige Seele, 

Wird endlich ruhig.

Göttin der aufgehenden Sonne, 

In deinem Licht, Deiner Liebe, 

Weih ich dir dieses Gebet,

Hüterin des Tages.



 
 
 

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